Ein Review über eine LED-Taschenlampe in einem Blog der sich sonst mit Netbooks beschäftigt scheint für den ersten Moment vielleicht ein wenig komisch aber bei der Taschenlampe die ich euch heute vorstelle handelt es sich schon fast um einen kleinen PC.
Die Anfrage, ob ich die Zweibrüder LED Lenser M7 testen wolle hätte zeitlich nicht passender sein können denn ich war gerade kurz davor für 10 Tage zu einem Zelturlaub aufzubrechen und wollte mir ohnehin eine neue Taschenlampe zulegen da mein altes Modell dabei war den Geist aufzugeben. Bei der M7 handelt es sich um den Nachfolger der sehr beliebten P7. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte liegt der Hauptunterschied darin, dass die M7 entgegen der P7 per Prozessor geregelt wird, das bedeutet, dass sie ihre maximale Helligkeit bis zum Schluss beibehält und nicht wie bisherige Lampen immer dunkler wird. Desweiteren kann Sie entgegen der P7 auch mit Akkus betrieben werden was vor allem finanztechnisch ein großer Vorteil ist und den vermutlich etwas höheren Kaufpreis relativieren dürfte.
Die Lampe selbst kommt in einem schicken kleinen schwarzen Pappkarton in welchem sich auch das Gürtelholster sowie eine Smartcard genannte Kurzanleitung befindet. Anfangs hatte ich die Befürchtung nicht so recht durch das System der verschiedenen Beleuchtungsmodi durchzusteigen aber man verinnerlicht es doch schneller als gedacht weshalb ich die Lampe bereits nach 5 Minuten fehlerfrei bedienen konnte. Die Lampe verfügt über acht unterschiedliche Leuchtmodi welche je nach gewähltem Lichtprogramm verfügbar sind. Von diesen Lichtprogrammen gibt es insgesamt drei Stück. Das einfachste nennt sich Easy Mode, hier kann die Lampe in zwei Helligkeitsstufen betrieben werden und erinnert damit noch am ehesten an eine klassische Taschenlampe. Der nächste Modus nennt sich Professional Mode. Hier kann die Lampe durch SOS, Blink, Morse und Stroboskobmodi durchgeschalten, oder nach den eigenen Vorstellungen gedimmt werden. Das letzte Lichtprogramm nennt sich Defense Mode und erleichtert den Zugriff auf den Stroboskobmodus welcher vor allem der waffenlosen Verteidigung dienen soll, womit sich die Lampe auch für Wachpersonal und Securitykräfte, aber auch für den Nachtjogger empfehlen dürfte wobei erstgenannte noch ein wenig warten sollten da die Lampe auch als MT7 angeboten wird welche sich eher an ein solches Zielpublikum richten wird.
Das alles klingt schwieriger als es tatsächlich ist, die Lampe erklärt sich wirklich fast von selbst. Übrigens kann sie auch noch in zwei Energiemodi betrieben werden von denen einer wie eine normale Taschenlampe funktioniert und dabei langsam dunkler wird und der andere Versucht die Lampe möglichst lange bei maximalem Licht zu halten. Sollte dich die Batterie dem Ende zuneigen wird dies übrigens rechtzeitig durch ein Blinken der Lampe angezeigt sodass man nicht plötzlich im Dunkeln steht.
Im Dunkeln steht man aber mit dieser Lampe sicherlich nicht, ich konnte mit der Lampe über den halben Zeltplatz leuchten um meiner Freundin einen Weg nach Hause zu zeigen, es ist einfach unglaublich wie viel Licht aus so einer kleinen und handlichen Lampe herauskommt. Ich hätte nie gedacht das eine LED zu so etwas im Stande ist aber Zweibrüder haben da scheinbar ein geniales Linsensystem auf die Beine gestellt. Die Lampe ist kinderleicht zu fokussieren dank des Advanced Focus System, einfach an der Front ziehen oder schieben und man hat entweder den ganzen Weg ausgeleuchtet oder sieht was einen in 500 Meter Entfernung erwartet. Will man die Fokusstufe fixieren dreht man den Lampenkopf einfach ein paar Millimeter und sie ist fest auf eine Stufe eingestellt. Die Lampe macht aber nicht nur lichttechnisch sondern auch optisch einiges her, zumindest wenn man auf klassisches und funktionelles Design ohne irgendwelchen Designkokolores steht.
Ich hatte die Lampe im Urlaub während der 10 Tage andauernd an, bei Strandspaziergängen, im Zelt beim Lesen, beim Retten der Ausrüstung während eines Gewitters mitten in der Nacht und Sie hat mich nicht im Stich gelassen. Selbst den starken Regen hat die Lampe klaglos überstanden. Eine Minderun des Lichtes konnte ich bisher nicht feststellen was wohl auch der Smart Light Technology zuzuschreiben sein dürfte. Ich werde dieses tolle Stück Technik auch bei meinen nächsten Reisen immer dabei haben und freue mich inzwischen sogar darauf das es im Urlaub dunkel wird …
Wer sich ein Bild von der Lichtausbeute der Lampe machen möchte, den sei die Lenser Gallery empfohlen, Fragen werden gern im Lenser Forum beantwortet
Anbei noch ein paar Bilder damit Ihr euch ein Bild von der Lampe machen könnt.





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