Mit den Berichten über Mini-Beamer wie dem 3M MPro 110 oder Aiptek PocketCinema V10 wird deutlich, dass Hersteller wie Toshiba, Optoma, 3M und Aiptek einem eindeutigen Trend auf der aktuellen IFA folgen.
Bild: Toshiba und die Projektortechnik der Zukunft
Waren vor einiger Zeit Beamer mit voller VGA-Auflösung (640×480) noch nicht für die breite Masse verfügbar, so werden für diesen Herbst erste Modelle im Preissegment von ca. 300-400 Euro erwartet. Einen Ausblick auf die kommende Entwicklung soll dieser Artikel geben.
Exemplarisch sei an dieser Stelle das Unternehmen SyPro Optics erwähnt: die amerikanisch-deutsche Firma stellte auf der IFA jenseits der grossen Menschenmengen in einem Hotel den ersten Nano Projektor vor. Äusserlich unterscheidet sich das vorgestellte, kompakte Gerät kaum von den Konkurrenzprodukten, “dennoch wirkte die Projektion des Nano-Beamers deutlicher und kontrastreicher als die der anderen Kleinstprojektoren. Beachtlich: Als wir das 5,4 × 9,9 × 1,7 Zentimeter große Gerät auf eine eingeschaltete Lampe an der Zimmerdecke richteten, konnte man die Projektion zumindest an den Rändern immer noch erkennen.” berichtet heise.de begeistert.
Der Nano-Beamer arbeitet wie bei den Pendants von Toshiba oder Optoma mit der DLP-Spiegeltechnik von Texas Instruments bei einer Auflösung von 480×320 Pixel. Die verbauten RGB-LEDs liefern bunte Farbbilder, die Schaltgeschwindigkeit ist schneller als bei den Single-Chip DLP-Geräten (kein Regenbogeneffekt). Dennoch sind beim Nano während des Umschaltens dezente bunte Blitzer erkennbar.
Im Vergleich dazu sind mit der LCOS-Technik betriebene Projektoren wie dem MPro 110 oder PocketCinema V10 zwar höhere Auflösungen zu 640×480 Bildpunkt möglich, subjektiv sind die projizierten Bilder aber nicht gleichmässig ausgeleuchtet. Für den Nano werden Homogenisierer verwendet, die mit mehreren Linsen eine abgeglichene Ausleuchtung erreichen.
Der Hersteller SyPro wird aber voraussichtlich keine eigene Serie herausgeben, sondern lediglich die Technik liefern. Mit OEM-Deals sollen andere Hersteller die Endgeräte an den Kunden bringen.
Bild: Projektor zum Andocken an Mobiltelefone, von Toshiba
Neben dem Nano hat SyPro aber ein weiteres Ass im Ärmel: eine 11,2 cm³ Embedded-Variante des Projektors, die für den Einsatz im Mobiltelefonen gedacht ist. Der Stromverbrauch wird dabei mit maximalen 1,8 Watt angegeben, die Helligkeit mit 10 Lumen. Bei Toshiba soll ein feuerzeuggrosses Gerät zum Andocken, Handybenutzer zum optionalen Nachkaufen bewegen.
Ob in Handys integrierte Beamer ebenso zur Standardausstattung gehören werden wie mp3-Player oder Digitalkameras in Mobiltelefonen, steht noch in den Sternen. Unter anderem plant Toshiba den Einsatz der stromsparenden LED-Technik in herkömmliche Beamer in normaler Bauform, so sollen Projektionen mit 1000 Lumen möglich sein.
Grossflächige, gestochen scharfe Bilder aus der Hosentasche - das digitale Homekino würde eine Revolution kompakten Ausmaßes erleben.
Quelle: heise.de

























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