Imovio iKit: Netbook im Microformat

Netbooks können noch minimalistischer ausfallen als man bisher dachte. Der Hersteller Imovio zeigt eindrucksvoll mit dem iKit, einer augenscheinlichen Fusion aus Netbook und iPod-grossem Messenger, was heutzutage an Technik auf wenig Fläche passt.

Nur 95 x 65 x 16 Millimeter gross, ungefähr 113 Gramm schwer (inkl. Akku) und mit einem 2,8 Zoll Display zu einer Auflösung von 320×240 Bildpunkten ausgerüstet, wundert sich der überraschte User, was da wohl an Hardware im Micro-Netbook arbeitet.

Den Kern bildet eine Marvell PXA270-CPU mit 312 MHz, dazu gesellen sich 128 MB ROM, 64 MB Arbeitsspeicher und 35 MB Flashspeicher. Mit microSD-Karten soll man dann bis zu 8 GB Speicher flexibel aufstocken können.

Zur Ausstattung gehören unter anderem Bluetooth, 54 MBit WLAN, und ein USB 1.1 Steckplatz. So soll damit ausserdem ein USB-Stick mit UMTS angesteckt werden können. Optional soll das Gerät auch in einer optional erhältlichen Variante mit einer Webcam zu 0,3 Megapixel erhältlich sein.

Die Tastatur bietet auf kleinstem Platz die wichtigsten benötigten Tasten im QWERTY-Format.

Als Betriebssystem wurde ein speziell angepasstes, zum Teil auch vereinfachtes Linux verwendet. Der Desktop ist in acht Benutzungssektionen unterteilt, mit Anwendungen wie Messenger, Opera Mini Browser, ein Media Player, E-Mail Client sowie ein Mediaplayer.

Zum Preis: bisher ist der Imovio iKit erst in Grossbritanien gezeigt worden und ist dort für umgerechnet 130 Euro zu erwerben. Ein Release in anderen Ländern, sowie ein Zeitpunkt hier in Deutschland sind denkbar, es wurde jedoch bisher noch nicht angekündigt, ob und wann dies der Fall ist.

Durch die geringe Grösse muss sich das iKit den Vergleich mit gängigen Smartphones gefallen lassen, neuere Modelle bei den Mobiltelefonen bieten nämlich durchaus Internet-Konnektivität mit WLAN bei grossem Funktionsumfang und nicht geringem Programmangebot.

Ob sich die Mühen des Herstellers gelohnt haben, wird sich erst zeigen müssen, wenn der “Netbook-Messenger” iKit auch in andere Länder ausgeliefert wird. Eine Bedienung mit minimalistisch anmutendem Display und einer Micro-Tastatur wird wohl die meisten Benutzer trotz des günstigen Preises abschrecken.

Quellen: netbook-magazin.com, chip.de

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