Vergangenen Dienstag zeigte Steven Sinofsky, Senior Vice President von Microsoft, erstmals das neue Betriebssystem, Windows 7, auf einem Netbook. Mit dieser Präsentation soll unter anderem demonstriert werden, dass Microsoft vor allem im Bereich der kompakteren Kleinrechner seine Präsenz weiter ausbauen will.
Bisher sind auf Netbooks fast ausschliesslich das ältere Windows XP und diverse Linux-Distributinen verwendet worden, wohl unter anderem aus Performanz-, als auch Kostengründen. Ein Schicksal wie bei Vista auf Netbooks wolle man aber verhindern, denn die Leistung wurde bei der aktuellen Windows-Ausgabe trotz hohem Speicherkonsum doch merklich gedrosselt.
In einem Interview mit arstechnica.com dementierte Sinofsky diesen Umstand, denn Netbooks seien seiner Meinung nach schon damals nicht dafür geeignet gewesen, da sie “ursprünglich mit 8-GByte-Flash-Festplatten konzipiert waren. Auf diesen Festplatten hätte Vista aber aufgrund von Service-Aspekten wie Treiberdatenbanken nicht genug Platz gefunden.”
Sinofsky führt seine Gedanken weiter fort: heutzutage würde die Rechnenpower sowie der Festplattenspeicher durchaus ausreichen, auch im Netbook-Bereich. Sogar die Aero-Benutzeroberfläche sei dank DirectX-9 auch auf schwächeren Systemen, also auf Netbooks lauffähig.
Windows 7 soll, um den Speicherplatzbedarf zu senken, auch mit einer Option ausgestattet sein, die es dem Benutzer erlaubt, unbenötigte Komponenten zu entfernen. So soll man also ökonomischer mit den Ressourcen umgehen können. Allerdings spricht er nur von einer nachträglichen Vorgehensweise:
“Wenn jemand mehr Kontrolle haben möchte, was installiert ist, wird er es einfacher haben. Allerdings nicht während des Setups, sondern mehr nach der Installation.”
Microsoft hat jedenfalls viel vor, hoffen wir, dass sich das Debakel nicht wie bei Vista wiederholt. Sollte nämlich weiterhin bei Netbooks auf Windows XP gegriffen werden, so wären die Mühen des Konzern wohl in diesem Bereich mehr oder weniger gescheitert. Denn das war wohl nicht so gedacht, dass das Alt-Betriebssystem dem Neuen die stärkste Konkurrenz ist.
Von Linux reden wir am Besten an dieser Stelle erst gar nicht.
Quelle: chip.de



























Leave a Reply